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Nach kriegerischen AuseinandersetzungenAfghanistan: Erstmals pakistanische Gefangene an Vermittler übergeben

17.02.2026, 18:23 Uhr
Taliban-security-personnel-stand-guard-at-a-blast-site-following-an-explosion-in-the-Shahr-e-Naw-area-of-Kabul-on-January-19-2026-A-blast-at-a-Chinese-restaurant-in-central-Kabul-on-January-19-killed-a-Chinese-man-and-six-Afghans-the-police-force-in-the-Afghan-capital-said
Taliban security personnel stand guard at a blast site following an explosion in the Shahr-e Naw area of Kabul on January 19, 2026. A blast at a Chinese restaurant in central Kabul on January 19 killed a Chinese man and six Afghans, the police force in the Afghan capital said. (Photo by AFP) (Foto: AFP)

Zwischen Afghanistan und Pakistan kam es Ende 2025 zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Zum Ramadan unternimmt die Taliban-Führung einen überraschenden Schritt.

Nach kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Afghanistan und Pakistan haben die islamistischen Taliban erstmals Gefangene an Vermittler aus Saudi-Arabien übergeben. Afghanistan habe die pakistanischen Soldaten während Gefechten im Oktober 2025 gefangen genommen, teilte der Sprecher der islamistischen Taliban, Sabihullah Mudschahid, auf X mit. Die Übergabe sei auf Anfrage der Vermittler erfolgt und solle den Beginn des Fastenmonats Ramadan würdigen.

Von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres war es zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan zu Gefechten gekommen. Pakistan wirft den Taliban in Afghanistan vor, Kämpfern der Pakistanischen Taliban (TTP) - die in Pakistan Anschläge verüben - Schutz zu gewähren. Kabul bestreitet das.

Friedensverhandlungen unter der Vermittlung von Katar und der Türkei brachten zuletzt keine anhaltende Einigung. Der Warenhandel zwischen Afghanistan und Pakistan kam infolge des Konflikts zum Erliegen. Zuletzt verbot die Taliban-Regierung auch die Einfuhr von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung aus Pakistan. Für neue Spannungen sorgte erst Anfang Februar ein Anschlag mit 36 Toten auf ein schiitisches Gemeindehaus nahe Islamabad. Der Islamische Staat reklamierte den Anschlag für sich. Pakistan machte einen Afghanen als Drahtzieher für den Anschlag verantwortlich.

Quelle: ntv.de, dpa

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