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Europäische AufrüstungAirbus über neues Kampfjet-Projekt: "Plädieren nicht für deutschen Alleingang"

10.06.2026, 15:05 Uhr
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(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Der Chef der Rüstungssparte des Flugzeugbauers Airbus, Michael Schöllhorn, sieht das neue Kampfjet-Projekt seines Unternehmens als europäisches Vorhaben unter deutscher Führung.

"Wir plädieren nicht für einen deutschen Alleingang", sagte Schöllhorn zur Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. "Wir denken europäisch und wir wollen die deutsche Industrie aber wesentlich und in verantwortlicher Rolle beteiligt sehen."

Nach dem Aus des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS soll am Donnerstag in Berlin eine Vereinbarung über eine Allianz aus acht Rüstungsunternehmen unterzeichnet werden, die gemeinsam einen europäischen Kampfjet entwickeln wollen. Die Firmenallianz ist ein Zusammenschluss von Airbus Defence and Space, Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines sowie Rohde und Schwarz.

Die deutsche und die französische Regierung hatten neun Jahre nach der Ankündigung eines gemeinsamen Kampfjets am Montag das Ende des FCAS-Projekts bekannt gegeben. Die Abkürzung FCAS steht für Future Combat Air System. Mit dessen Entwicklung waren der französische Rüstungskonzern Dassault und die Airbus-Rüstungssparte beauftragt worden, zwischen denen es zuletzt große Unstimmigkeiten gab.

Schöllhorn begrüßte nun die Entscheidung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hätten endlich "die Blockade beim Kampfflugzeug beendet", sagte der aktuelle Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrt (BDLI). "Wir erwarten hoffnungsvoll einen klaren Auftrag, wie es mit FCAS und dem Fighter weitergeht."

Quelle: ntv.de, AFP

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