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Zeitfresser BürokratieAngestellte verschwenden ein Fünftel der Arbeitszeit

04.12.2024, 09:57 Uhr
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Mit einem dritten Entlastungspaket wollen Land, Kommunen und Verbände die Bürokratie im Südwesten verringern. (Symbolbild) (Foto: Bernd Wei�brod/dpa)

Angestellte von Unternehmen in Deutschland verplempern einer Studie zufolge mehr als ein Fünftel ihrer Arbeitszeit mit Bürokratie. Durch erhöhte Anforderungen müssen sie 22 Prozent für bürokratische Tätigkeiten aufwenden, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter Führungskräften hervorgeht.

"Die Unternehmen berichten vor allem von erheblichem Personalaufwand, der zur Einhaltung immer neuer gesetzlicher Auflagen benötigt wird", sagte Ifo-Forscherin Ramona Schmid. "Zudem kritisieren sie, dass die zunehmende Bürokratie die Wettbewerbsfähigkeit und die unternehmerische Freiheit belastet sowie die Investitionsentscheidungen der Unternehmen beeinflusst."

Nach Angaben der befragten 450 Managerinnen und Manager entsteht der steigende Zeitaufwand vor allem durch ausufernde Berichts-, Informations-, Dokumentations- und Meldepflichten. Außerdem seien die gesetzlichen Regelungen in den vergangenen zehn Jahren immer komplexer geworden, hieß es. Rund 75 Prozent der Teilnehmer bewerten die Praxistauglichkeit oder Umsetzbarkeit von Gesetzen dabei als schlecht bis sehr schlecht.

Um den bürokratischen Anforderungen gerecht zu werden, müssen knapp 80 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen externe Dienstleister beauftragen. In Summe beziffern die Unternehmen die durch Bürokratie verursachten Kosten auf durchschnittlich sechs Prozent ihres Umsatzes, teilte das Ifo-Institut weiter mit.

Quelle: ntv.de, rts

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