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60 Prozent des eingespeisten StromsAnteil erneuerbarer Energien an deutscher Stromerzeugung erreicht Rekordhoch

08.09.2026, 09:01 Uhr
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(Foto: Thomas Warnack/dpa)

Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung hat im ersten Halbjahr einen neuen Höchststand erreicht.

Fast 60 Prozent des ins Netz eingespeisten Stroms stammten aus erneuerbaren Quellen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 230,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und eingespeist, was einem Anstieg von 4,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien legte dabei um 6,5 Prozent zu, während die aus konventionellen Energieträgern um 1,7 Prozent stieg.

Wichtigster Energieträger blieb mit einem Anteil von 29,4 Prozent die Windkraft. Ihre Produktion stieg um 12,3 Prozent auf 67,7 Milliarden Kilowattstunden. Dieser deutliche Zuwachs ist den Statistikern zufolge jedoch vor allem auf ein außergewöhnlich windarmes erstes Quartal im vergangenen Jahr zurückzuführen. An zweiter Stelle der Energieträger lag trotz eines leichten Produktionsrückgangs von 0,5 Prozent die Kohle mit einem Anteil von 21,4 Prozent. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Erdgas legte ebenfalls zu.

Auch im Außenhandel mit Strom gab es eine deutliche Veränderung. Während die Importe um 8,7 Prozent sanken, stiegen die deutschen Stromexporte um 14,9 Prozent. Dadurch schrumpfte der Importüberschuss, also die Differenz zwischen eingeführtem und ausgeführtem Strom, massiv. Betrug er im ersten Halbjahr 2025 noch 8,3 Milliarden Kilowattstunden, lag er nun nur noch bei 0,6 Milliarden Kilowattstunden.

Die aktuellen Zahlen bestätigen einen langfristigen Wandel im deutschen Energiemix. Seit 2018 ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um gut ein Viertel gestiegen. In diesem Zeitraum hat sich die Produktion aus konventionellen Quellen wie Kohle und Gas beinahe halbiert. Seit dem Jahr 2023 wird in Deutschland mehr Strom aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern erzeugt.

Quelle: ntv.de, rts

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