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Vorstellung der QuartalszahlenAutozulieferer Aumovio kann wieder Nexperia-Chips aus China einführen

07.11.2025, 18:51 Uhr
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(Foto: dpa)

Der Automobilzulieferer Aumovio kann wieder Halbleiter des Herstellers Nexperia aus China einführen. Aumovio habe von der chinesischen Regierung eine Exportlizenz erhalten, erklärte am Freitag eine Unternehmenssprecherin. Das gelte offenbar für alle Zulieferer, sagte Aumovio-Chef Philipp von Hirschheydt laut "Handelsblatt" bei der Vorstellung der Quartalszahlen.

Aumovio, bis vor kurzem die Zuliefersparte von Continental, war im September an die Börse gegangen. Das Unternehmen produziert etwa Sensoren und Displays für Autohersteller. Die Bestätigung der Exportlizenz habe Aumovio am Donnerstag erhalten, erklärte die Sprecherin.

Die Autoindustrie hatte in den vergangenen Wochen wegen ausbleibender Nexperia-Halbleiter Alarm geschlagen und vor Produktionsstopps gewarnt. Nexperia ist ein wichtiger weltweiter Großlieferant von Halbleitern, die beispielsweise häufig in elektronischen Steuergeräten von Fahrzeugelektroniksystemen zum Einsatz kommen.

Die niederländische Regierung hatte Nexperia, das zum chinesischen Konzern Wingtech gehört und seinen Sitz in den Niederlanden hat, Ende September unter ihre Kontrolle gestellt. Peking belegte Nexperia-Produkte daraufhin mit einem Exportverbot, erklärte aber vergangene Woche, Ausnahmen für einige Chips machen zu wollen. Nexperia-Halbleiter werden zwar auch in Europa produziert, zur Weiterverarbeitung jedoch häufig nach China verschickt, bevor sie dann zu den europäischen Kunden reexportiert werden.

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin sagte am Freitag, die Deeskalation zwischen den Niederlanden und China sei sehr zu begrüßen. "Wir hoffen sehr, dass diese kurzfristigen Einzelgenehmigungen schnell bei der Industrie auch ankommen."

Quelle: ntv.de, AFP

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