Kurznachrichten

Neue Warnung BASF-Chef Kamieth warnt wegen Iran-Krieg vor neuem Ölpreisschock

09.06.2026, 12:13 Uhr
Die-Hauptversammlung-des-weltgroessten-Chemiekonzerns-BASF-findet-virtuell-statt
(Foto: Uwe Anspach/dpa)

BASF-Chef Markus Kamieth warnt vor einem neuen Ölpreisschock wegen des Iran-Kriegs.

"Bei Öl kommen wir jetzt langsam an den Punkt, wo die Reserven jetzt auch langsam mal verbraucht sind", sagte Kamieth im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Wenn die Straße von Hormus nicht bald öffne, könnte es in der zweiten Jahreshälfte "nochmal einen Preisschock auch bei Öl und bei raffinierten Produkten geben".

Mit der gesperrten Straße von Hormus verliere die Welt nur 3 Prozent an Gas, bei Öl seien es rund 20 Prozent. Und da es im Nahen Osten viele Raffinerien gebe, steige der Anteil bei raffinierten Produkten wie Treibstoffen und vielen Chemieprodukten signifikant auf bis zu 40 Prozent.

Der Iran-Krieg, der Ende Februar begann, hat die Ölpreise am Weltmarkt stark steigen lassen und damit die Inflation angefacht - Autofahrer spüren das an der Tankstelle, Unternehmen leiden unter höheren Transportkosten. Inzwischen hat sich der Ölpreis wieder etwas normalisiert, bleibt aber nahe an der Marke von 100 Dollar je Barrel Brent-Öl (159 Liter).

Zugleich sei er nicht nervös, was Gas anbelange, sagte Kamieth. Der Gaspreis steige zwar mit Spekulation, "aber das ist nicht meine größte Sorge". Ein Grund sei, dass China als riesiger Verbraucher von Gas und Flüssiggas auf Kohle umstelle, sobald der Gaspreis steige. Damit sinke der Gasbedarf in Fernost, was den Markt entlaste.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales