Schutz vor KrisenBaden-Württemberg kündigt historischen Umbau der Sicherheitsarchitektur an

Kriege, Krisen, Cyberangriffe: Landesinnenminister Hagel zeichnet ein düsteres Bild neuer Bedrohungen - und kündigt den größten Umbau der Sicherheitsarchitektur in der Geschichte des Landes an.
Ein mutmaßlicher Anschlag auf ein Umspannwerk in Reutlingen, Cyberattacken auf Krankenhäuser, Drohnenangriffe - Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel hat angesichts neuer Bedrohungen von innen und außen eine grundlegende Reform der Sicherheitsarchitektur des Landes angekündigt.
"Wir stehen vor dem größten Umbau unserer Sicherheitsarchitektur in der Geschichte Baden-Württembergs", sagte der CDU-Politiker bei einem Forum mit dem Wirtschaftsministerium und dem Landeskommando der Bundeswehr in Stuttgart.
Hagel sprach in dem Zusammenhang von einem Heimatschutzplan, den man als erstes Bundesland aufbauen werde. "Wir werden den Operationsplan Deutschland, der die militärische Seite organisiert, auf der zivilen Seite eins zu eins spiegeln." Polizei, Bundeswehr, Kommunen, Bevölkerungsschutz und die Betreiber kritischer Infrastruktur planten, übten und handelten in Zukunft gemeinsam, so Hagel. "Das ist vollkommen neu und es kann auch für den Bund eine Blaupause werden."
Im Innenministerium soll den Angaben zufolge ein Heimatschutzpräsidium ins Leben gerufen werden. Auch ein Cyberlagezentrum soll entstehen, das alle Sicherheitsbehörden bei der Cybersicherheitsagentur bündelt.