Kurznachrichten

Luftverteidigungssystem Iris-T Baerbock dämpft Hoffnungen auf schnelle Auslieferung - "Dauert Monate"

01.06.2022, 15:30 Uhr
119947014-1
119947014 (Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundesregierung hat Erwartungen gedämpft, dass das von Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigte Luftverteidigungssystem Iris-T schnell an die Ukraine geliefert wird. "Ja, das dauert und zwar Monate", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock am Mittwoch im Bundestag.

Demnach sollte das vom Rüstungskonzern Diehl hergestellte System eigentlich "an ein anderes Land gehen". Auf Bitten der Bundesregierung werde es nun an die Ukraine geliefert.

Scholz hatte die Lieferung des Iris-T-Systems am Mittwoch in der Generaldebatte zum Haushalt 2022 im Bundestag angekündigt. Er verwies darauf, dass es sich um das modernste Flugabwehrsystem handele, über das Deutschland verfüge. "Damit versetzen wir die Ukraine in die Lage, eine ganze Großstadt vor russischen Luftangriffen zu schützen."

Wie es aus Ampel-Kreisen hieß, geht es konkret um das Luftverteidigungssystem Iris-T-SLM. Dies ist ein bodengestütztes Flugabwehrsystem, das bereits an Ägypten geliefert wurde. Die Bundeswehr verfügt nicht über dieses System, setzt aber Iris-T-Lenkraketen ein, die von Tornado- oder Eurofighter-Flugzeugen abgefeuert werden und über Infrarot und Radar selbst ihr Ziel suchen.

Die Ukraine habe darum gebeten, "hochmoderne" militärische Systeme zu schicken, sagte Baerbock. "Genau das tun wir jetzt."

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales