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Bis zu zehn Millionen PassagiereLufthansa und Flughafen München wollen Terminal 2 ausbauen

23.03.2026, 18:01 Uhr
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Erneut streiken Piloten der Lufthansa. (Archivbild)

Die Lufthansa Group und der Flughafen München wollen gemeinsam die Kapazität des Terminals 2 bis 2035 um bis zu zehn Millionen Passagiere oder fast 30 Prozent pro Jahr erweitern.

Die Lufthansa Group und der Flughafen München wollen gemeinsam die Kapazität des Terminals 2 bis 2035 um bis zu zehn Millionen Passagiere oder fast 30 Prozent pro Jahr erweitern. Im Rahmen ihres seit 2003 bestehenden Joint Ventures werde ein neuer Flugsteig, der sogenannte "T-Stiel", gebaut, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Montag bei einer Feier in München zum 100. Gründungsjubiläum der Lufthansa ankündigte. Die Zusammenarbeit mit dem Betreiber ihres zweiten Drehkreuzes in Deutschland neben Frankfurt sei bis 2056 verlängert worden. "Ein wesentlicher Faktor wird dabei perspektivisch der Ausbau der Langstreckenflotte in München sein", erklärte die Lufthansa. Eine Investitionssumme wurde nicht genannt.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem "Mega-Deal", der ein Meilenstein für den Luftverkehrsstandort München sei. Am Flughafen entstünden neue Arbeitsplätze und für die Fluggäste ein besseres Angebot, erklärte Flughafenchef Jost Lammers. Die Kapazität am Terminal 2 könne von aktuell 36 auf rund 46 Millionen Fluggäste ohne eine dritte Startbahn steigen. Pläne dazu hatte die Landesregierung von CSU und Freien Wählern auf Eis gelegt.

"Auch in unser Passagier- und Cargo-Drehkreuz in Frankfurt werden wir in den kommenden Jahren weiter investieren", sagte Spohr. Zur Bilanzpressekonferenz Anfang des Monats hatte der Lufthansa-Chef erklärt, die Airline-Gruppe habe nicht an beiden Drehkreuzen zugleich Wachstumsbedarf und werde sich für eine Infrastruktur-Investition entscheiden. In Frankfurt wäre allerdings kein Ausbau notwendig, weil dort im April das neue Terminal 3 eröffnet und dadurch Kapazität am Terminal 1 für Lufthansa und ihre Partnerairlines frei wird. Im kommenden Jahrzehnt wäre noch mehr Platz für sie im dann sanierten Terminal 2.

Quelle: ntv.de, RS

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