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Vorfall im AugustBrandanschlag auf Rüstungsunternehmen: Estland wirft Russland "Sabotage" vor

29.09.2026, 15:57 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem im August erfolgten Brandanschlag auf das estnische Rüstungsunternehmen Milrem Robotics handelt es sich nach den Worten von Estlands Außenminister Margus Tsahkna um "Sabotage" durch Russland.

"Wir können mit Sicherheit zu dem Schluss kommen, dass der Brandanschlag in Tallinn ein Sabotageakt war, der von den Spezialdiensten der Russischen Föderation angeordnet wurde", schrieb Tsahkna im Onlinedienst X. Die Täter seien festgenommen worden und stellten "keine Gefahr mehr dar", fügte er hinzu. Zudem habe Estland den russischen Botschafter einbestellt, erklärte der estnische Außenminister weiter.

"Dieser Sabotageakt ist Teil einer größeren Kampagne Russlands in ganz Europa, die darauf abzielt, uns einzuschüchtern und unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen", erklärte Tsahkna. Moskau wies die Verantwortung für den Brandanschlag umgehend von sich. Die Äußerungen seien "unbegründet, unüberlegt, entsprechen in keiner Weise der Realität und stützen sich auf keinerlei Argumente", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten auf AFP-Nachfrage.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bekundete auf X Deutschlands Solidarität mit Estland. "Russlands rücksichtsloses feindseliges Vorgehen wird uns nicht spalten. Es stärkt vielmehr unsere Entschlossenheit, die Abschreckungskraft der Nato zu stärken und die Ukraine zu unterstützen", schrieb Wadephul als Reaktion auf Tsahknas Beitrag.

Das EU- und Nato-Mitglied Estland hat Russland seit Beginn von dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 bereits mehrfach "hybride" Provokationen vorgeworfen. Wie die anderen beiden baltischen Staaten Lettland und Litauen auch zählt Estland zu den Unterstützern der Ukraine und hat seit Kriegsbeginn seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht.

Quelle: ntv.de, AFP

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