Hilfe für Raffinerie zugesagtBund und Brandenburg sichern PCK Schwedt Unterstützung nach Stopp von Öllieferungen aus Kasachstan zu

Angesichts des von Russland angekündigten Stopps von Öllieferungen aus Kasachstan nach Schwedt haben Brandenburg und die Bundesregierung der Raffinerie PCK Unterstützung zugesichert.
Die Auslastung von PCK sei stabil, eine Rohölversorgung im Mai bis zu 80 Prozent sei ebenso gesichert wie die Arbeitsplätze, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch. Die Bundesregierung flankiere die Raffinerie dabei, ausfallende Rohöllieferungen durch alternative Wege zu ersetzen, erklärte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Frank Wetzel. Dazu gehörten insbesondere Gespräche über zusätzliche Lieferungen über den polnischen Hafen Danzig.
Hintergrund ist die Ankündigung Russlands, den Transit von kasachischem Rohöl zur Raffinerie in Brandenburg ab dem 1. Mai 2026 einzustellen. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft daher Ersatzlieferungen über Danzig. Diese gelten jedoch als politisch heikel, da der russische Staatskonzern Rosneft trotz einer vom Bund eingesetzten Treuhandverwaltung weiterhin Mehrheitseigner der Raffinerie ist. PCK ist für die Versorgung des gesamten Nordostens Deutschlands einschließlich Berlins und für Teile Westpolens mit Kraftstoff von zentraler Bedeutung.
Im vergangenen Jahr hatte die Raffinerie den Angaben zufolge 2,15 Millionen Tonnen kasachisches Rohöl verarbeitet. Das entsprach rund einem Fünftel der Anlieferungen. Mit 60 Prozent floss der weitaus größte Teil des Rohöls für die PCK demnach über den Hafen Rostock nach Schwedt, ein weiteres Fünftel kam über den Hafen Danzig.