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Warnung vor TeuerungBundesbank: Inflation bleibt bis 2027 hoch – nur langsame Entspannung

19.10.2026, 12:08 Uhr
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Die Bundesbank rechnet für die kommenden Monate mit einem anhaltend hohen Preisdruck.

"Derzeit ist davon auszugehen, dass die Inflationsrate in Deutschland bis ins nächste Jahr hinein merklich erhöht bleibt", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Der durch Rohstoffpreisschocks ausgelöste Inflationsdruck baue sich nur langsam ab. Zwar gebe es aktuell wenig Anzeichen dafür, dass die Teuerung einen ähnlich steilen Pfad nehme wie ab 2022 nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Die Rückkehr zur angestrebten Zwei-Prozent-Marke werde allerdings "einige Zeit in Anspruch nehmen".

Rekordhohe Preise für Benzin und Diesel sowie teures Heizöl haben die Verbraucherpreise im September mit 3,3 Prozent so stark steigen lassen wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Zuvor waren die Weltmarktpreise für Rohöl wegen des Iran-Kriegs über die Marke von 100 Dollar je Fass gestiegen. Die Erfahrung lehre, dass sich derartige Schocks erst allmählich auf den gesamten Warenkorb der Konsumenten auswirkten. "Die Dynamik der Verbraucherpreise für Gas und Strom, für Nahrungsmittel, andere Waren und Dienstleistungen dürfte sich erst nach und nach erhöhen", warnte die Bundesbank.

Hinzu komme, dass sich Dienstleistungen bereits vor dem Krieg im Nahen Osten überdurchschnittlich verteuert hatten. "Das immer noch ausgeprägte Lohnwachstum trägt dazu derzeit besonders bei", betonte die deutsche Notenbank.

Eine Wiederholung der Hochinflationsphase von 2021/22 hält sie gleichwohl für "derzeit unwahrscheinlich". So konzentriere sich der Energiepreisanstieg stärker auf Öl und raffinierte Produkte, weniger auf Gas und Strom - aufgrund von langen Vertragslaufzeiten, zum Teil fixierten Tarifen und Absicherungsstrategien der Versorger. Auch fehlten gleichzeitige große Schwankungen bei den Preisen für Nahrungsmittelrohstoffe sowie Wechselkursschocks. Zudem sei die Nachfrage schwächer, die Lieferkettensituation günstiger. "Unter solchen Ausgangsbedingungen ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Unternehmen Preise häufiger anpassen und Kostenschocks stärker als üblich weitergeben", so die Bundesbank.

Quelle: ntv.de, rts

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