Kurznachrichten

"Mehr privates Kapital mobilisieren"Bundesregierung will Zugang von Startups zu Kapital verbessern

21.07.2026, 18:08 Uhr
Berlin-Deutschland-Deutscher-Bundestag-90
Laut Katherina Reiche mangele es Deutschland nicht an Kapital. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Mit ihrer Startup-Strategie will die Bundesregierung jungen Unternehmen einen besseren Zugang zu Kapital verschaffen.

Es mangele Deutschland "nicht an Kapital - es mangelt an seiner wirksamen Allokation", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nach Angaben von Dienstag in einem Interview mit dem Magazin "Gründerszene" und der Tageszeitung "Welt". Nur rund 0,15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts würden hierzulande in Wagniskapital fließen, "verglichen mit rund 0,8 Prozent in den USA. Deshalb müssen wir mehr privates Kapital mobilisieren".

Über das Altersvorsorge-Reformgesetz sei Wagniskapital erstmals als mögliche Anlageform in der privaten Altersvorsorge verankert worden. In der Strategie, die dem Bericht zufolge am Dienstag vom Kabinett verabschiedet werden soll, wird unter der Überschrift "Venture Capital in der Altersvorsorge" auch der geplante kapitalgedeckte Anteil der gesetzlichen Rente genannt, wie "Gründerszene" und "Welt" berichteten.

Ein Schwerpunkt der Strategie sind demnach Investitionen in Rüstungs-Start-ups. In diesem Bereich plant die Bundesregierungen direkte Staatsbeteiligungen etwa an Drohnenherstellern über die KfW.

"Start-ups müssen deutlich stärker an den Investitionen in Sicherheit und Verteidigung beteiligt werden. Deutschland spielt hier in der globalen Liga ganz oben mit", sagte die Ministerin. "Unternehmen wie Quantum Systems, Tytan oder Stark zeigen, wie schnell Start-ups neue Fähigkeiten entwickeln und in die Anwendung bringen können." Deshalb werde ein neues Instrument geschaffen, "mit dem sich der Bund direkt an Start-ups und Scale-ups mit militärisch nutzbaren Produkten und Dienstleistungen beteiligen kann".

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales