Höhere KunststoffpreiseChemiekonzern Dow übertrifft Umsatz-Erwartungen deutlich – 12,1 Milliarden Dollar

Der US-Chemiekonzern Dow hat im abgelaufenen Quartal dank deutlich gestiegener Kunststoffpreise infolge des Nahost-Kriegs kräftig zugelegt.
Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 20 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen aus dem Bundesstaat Michigan mitteilte. Die Spannungen an der Straße von Hormus verknappten zuletzt das weltweite Angebot an Chemikalien und trieben die Preise für Kunststoffe und Polymere in die Höhe. Während Dow die Verkaufspreise um 20 Prozent anhob, ging der Absatz um ein Prozent zurück. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) kletterte auf 2,3 Milliarden Dollar von 703 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Um den branchenweit gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sowie einer schwachen Nachfrage in wichtigen Endmärkten zu begegnen, treibt Dow sein Sparprogramm voran. Die internen Maßnahmen hätten die Erwartungen übertroffen, erklärte Konzernchefin Karen Carter. Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit zusätzlichen Einsparungen von rund 200 Millionen Dollar.
Damit steige der Beitrag zur Ergebnisverbesserung auf mehr als 1,3 Milliarden Dollar. Mit den vorgelegten Zahlen schlug Dow die Prognosen der Wall Street deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,44 Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 1,28 Dollar gerechnet. Die Dow-Aktie verbuchte im vorbörslichen US-Handel ein Plus von 2,4 Prozent.