1162 Tote und VermissteChina: Rund 27 Milliarden Euro durch Naturkatastrophen in diesem Jahr

Naturkatastrophen haben in China in den ersten neun Monaten des Jahres enorme Kosten verursacht.
Die direkten wirtschaftlichen Schäden summierten sich auf rund 200 Milliarden Yuan (rund 27 Milliarden Euro), wie das Ministerium für Katastrophenschutz in Peking mitteilte. Hauptursachen für die Schäden waren demnach schwere Taifune, Überschwemmungen und Erdrutsche. Insgesamt kamen 1162 Menschen ums Leben oder werden vermisst.
Die meisten Todesopfer waren laut dem Ministerium infolge von geologischen Gefahren wie regenbedingten Erdrutschen zu beklagen. Die größten finanziellen Schäden verursachten hingegen Taifune. Besonders die südlichen und südwestlichen Landesteile waren von einer hohen Zahl an Todesopfern und Betroffenen geprägt, während die östlichen Küstenprovinzen die schwersten Sachschäden erlitten. Allein bei katastrophalen Sturzfluten im August an der Grenze zwischen Nepal und Tibet starben 562 Menschen oder gelten seither als vermisst.
Während die direkten wirtschaftlichen Schäden damit um acht Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums lagen, stieg die Zahl der Todesopfer und Vermissten deutlich. Im gleichen Zeitraum 2025 waren 742 Tote oder Vermisste registriert worden. "Mehrere plötzliche extreme Katastrophen in den südlichen Regionen führten zu einem signifikanten Anstieg der Todes- und Vermisstenzahlen im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.
Landesweit mussten mehr als fünf Millionen Menschen ihre Häuser verlassen. Bis September bildeten sich zudem 26 Taifune, von denen sieben auf die chinesische Küste trafen. Beide Werte liegen über dem historischen Durchschnitt.