Interesse an bestehenden AutowerkChinas E-Autobauer BYD sucht nach Autowerk im Süden Europas

Der chinesische Autobauer BYD sucht nach den Worten seiner Europachefin Stella Li derzeit nach einem Autowerk im Süden Europas.
Der chinesische Autobauer BYD sucht nach den Worten seiner Europachefin Stella Li derzeit nach einem Autowerk im Süden Europas. Dabei gehöre Spanien zu den Ländern, die sich BYD ansehe, sagte Li am Mittwoch in Berlin. BYD sei daran interessiert, ein bestehendes Autowerk zu übernehmen, ergänzte die Managerin.
Die Produktion in der ersten europäischen Fabrik in Szeged in Ungarn solle in diesem Jahr beginnen, sagte Li zuvor. Ursprünglich hatte BYD einen Produktionsstart Ende 2025 angestrebt. Li sagte, BYD strebe langfristig an, 70 Prozent der in Europa verkauften Fahrzeuge auch hier zu bauen. 2025 legte der Absatz des Autobauers in Europa um 270 Prozent zu auf fast 188.000 Fahrzeuge. Für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres verzeichnete BYD in Europa einen weiteren Anstieg um 144 Prozent auf mehr als 100.000 Autos.
Chinesische Autobauer sind derzeit auf der Suche nach Werken in Europa, um den Einfuhrzöllen der Europäischen Union auf Elektroautos aus China zu entgehen. Dabei spielen auch die Regelungen des "Industrial Accellerator Act" (IAA) der Europäischen Union eine Rolle. Damit sollen "gezielte und verhältnismäßige Anforderungen für "Made in EU" und/oder CO2-arme Produkte" für das öffentliche Beschaffungswesen sowie für Subventionen eingeführt werden. Alfredo Altavilla, Berater für BYD in Europa sagte, ein Grund, warum die chineschen Hersteller derzeit nach bestehenden Werken suchten, sei, dass die Vorgaben schneller in Kraft träten als neue Fabriken gebaut werden könnten. "Es ist keine Zeit, um auf der grünen Wiese zu bauen", sagte er. "Alles, was man tun kann, ist eine bestehende Anlage zu finden, zu übernehmen und neu auszurüsten."