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Patentamt-Studie Deutsche Forschungseinrichtungen melden fast 30 Prozent aller europäischen Patente an

22.10.2025, 09:01 Uhr
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(Foto: picture alliance / ZB)

Deutsche Forschungseinrichtungen gehören zu den wichtigsten Innovationstreibern in Europa. Auf sie entfielen fast 30 Prozent aller Patentanmeldungen vergleichbarer Institutionen, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Europäischen Patentamts.

Zwischen 2001 und 2020 sei die Zahl der Patentanmeldungen unter Beteiligung deutscher Forschungsstätten um 45 Prozent auf mehr als 1000 pro Jahr gestiegen. Zusammengerechnet seien dies knapp 18.300 für diesen Zeitraum. Damit liege Deutschland hinter Frankreich europaweit auf Platz zwei.

Spitzenreiter unter den deutschen Forschungseinrichtungen sei die Fraunhofer-Gesellschaft mit mehr als 7800 Patentanmeldungen, hieß es weiter. Auf europäischer Ebene rangierten lediglich das französische Forschungszentrum CNRS und das ebenfalls französische Atomenergie-Kommissariat CEA vor ihr. Unter die europäischen Top Ten schafften es auch die Max-Planck-Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Auch unter den zehn aktivsten Forschungskrankenhäusern fänden sich drei aus der Bundesrepublik: die Berliner Charite sowie die Universitätskliniken Heidelberg und Freiburg.

"Die öffentliche Forschung gehört zu Europas größten Stärken", betonte EPA-Präsident Antonio Campinos. Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, müsse jedoch der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis beschleunigt werden. In Deutschland gebe es derzeit knapp 400 Startups, die Patente hielten. Davon arbeiteten 367 mit Forschungsstätten zusammen oder seien aus ihnen hervorgegangen. Etwa 100 ausländische Startups griffen auf Patente zurück, die von diesen Einrichtungen angemeldet wurden.

Quelle: ntv.de, rts

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