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Anstieg von rund 20 ProzentDeutsche Post erhöht Porto - Bundesnetzagentur genehmigt Preisanstieg

12.10.2026, 11:23 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf höhere Portopreise einstellen. Die Bundesnetzagentur genehmigte der Deutschen Post, ab Anfang 2027 ihr Porto zu erhöhen.

Briefe von Privatkunden könnten im Schnitt 20,35 Prozent teurer werden, teilte die Bonner Behörde am heutigen Montag mit. Der Preis für Pakete von Privatkunden könne um 10,72 Prozent steigen und der für Geschäftspost um 20,35 Prozent. Die möglichen Porto-Erhöhungen gelten für zwei Jahre. Wie die Post diese nutze, könne sie selbst entscheiden. Es sei möglich, die Preise einzelner Produkte stärker und andere wiederum schwächer anzuheben. Die Post hat nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung zu konkreten Preisen getroffen.

"Wesentlicher Grund für das steigende Porto sind die stark abnehmenden Briefmengen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. Wenn die Kosten unter anderem aufgrund der zunehmenden Digitalisierung auf weniger Briefe zu verteilen sind, stiegen die Preise. Die Bundesnetzagentur sei gleichzeitig unter den geforderten Anpassungen der Deutschen Post AG geblieben und habe diverse geltend gemachte Positionen nicht berücksichtigt.

Die Preiserhöhungsspielräume berücksichtigten neben den sinkenden Briefmengen und der Inflation die deutlich gestiegenen Personal-, Energie- und Sachkosten, erklärte die Post. Sie muss ihre Preisvorschläge der Bundesnetzagentur zur Genehmigung vorlegen. Diese gibt grünes Licht, wenn sie sich im vorgegebenen Rahmen bewegen. Die Deutsche Post betonte, sie sei sich bewusst, dass zu große Preissteigerungen für ihre Kunden Belastungen darstellen und die Briefmengen weiter unter Druck setzen könnten. Der Konzern werde daher mit dem von der Bundesnetzagentur eingeräumten Spielraum verantwortungsvoll umgehen. Ziel sei eine ausgewogene Preisgestaltung.

Die Deutsche Post, Wettbewerber, Verbraucherschützer und andere interessierte Kreise können bei der Netzagentur bis zum 30. Oktober 2026 die Pläne kommentieren. Die finale Entscheidung über die Preise werde voraussichtlich im November veröffentlicht.

Quelle: ntv.de, rts

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