Deutsch-ukrainische BeziehungenDeutscher Akademischer Austauschdienst wieder mit Büro in Kiew

Nach mehr als zwei Jahren öffnet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wieder sein Büro in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Wie der DAAD an seinem Hauptsitz in Bonn mitteilte, war das Informationszentrum nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine geschlossen worden. Seitdem arbeitete es digital von Deutschland aus weiter.
Mit der Wiedereröffnung verbessere der DAAD nun die Beratung von Studierenden und Forschenden und bekenne sich mit seinen Mitgliedshochschulen zu einer langfristig angelegten Unterstützung der Ukraine, teilte die Organisation mit.
Zu den Aufgaben des Zentrums gehört die Beratung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden. Außerdem sollen Kooperationen zwischen deutschen und ukrainischen Hochschulen gefördert werden.
Mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung habe der DAAD seit Beginn des russischen Angriffskriegs rund 20.000 ukrainischen Studierenden und Forschenden dabei geholfen, ein Studium aufzunehmen oder Studium beziehungsweise Forschung fortzusetzen. Insgesamt hätten sich die akademischen Beziehungen zur Ukraine seit Kriegsausbruch intensiviert, so der DAAD.
Derzeit studieren demnach knapp 10.000 Ukrainer in Deutschland. Rund 1.300 ukrainische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an deutschen Hochschulen.