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Treffen von Merz und AlijewDeutschland will Gas- und Öl-Importe aus Aserbaidschan steigern

21.07.2026, 16:28 Uhr
Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-r-nimmt-mit-Ilham-Alijew-Praesident-von-Aserbaidschan-an-einer-Pressekonferenz-im-Bundeskanzleramt-teil
(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland will deutlich mehr Gas und Öl aus Aserbaidschan importieren.

Er habe mit Präsident Ilham Alijew "die Möglichkeiten für einen noch größeren Bezug von Gas aus Aserbaidschan erörtert", sagte Kanzler Friedrich Merz am Dienstag nach einem Treffen im Kanzleramt. Alijew wiederum betonte, dass sein Land bereit sei, deutlich mehr als bisher zu liefern.

Dazu brauche es aber neue Anfragen von Firmen über den bestehenden zehnjährigen Vertrag hinaus, der die Lieferung von 1,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr vorsehe. Zudem müsse die Infrastruktur Richtung Europa ausgebaut werden, um größere Volumina liefern zu können.

"Wir brauchen jetzt neue Verbindungen, neue Pipelines. Dafür brauchen wir auch Mittel, Investitionen", sagte Alijew. Er forderte die EU und Banken aus Europa auf, die Finanzierung dafür bereitzustellen. Es gebe ein Zögern, weil Banken vor allem "grüne Projekte" fördern wollten. Das sei auch wichtig. Aber angesichts der Unsicherheit der Lieferungen von russischem Öl und Gas sowie des Iran-Kriegs sei die Suche nach alternativen Lieferanten für Europa wichtig.

"Seitdem wir vor viereinhalb Jahren die Gaslieferungen aus Russland gestoppt haben, suchen wir natürlich nach neuen Bezugsquellen", sagte Merz. "Hier spielt Aserbaidschan eine wichtige Rolle." Gerade Öllieferungen aus dem Land im Südkaukasus könnten für den Süden Deutschlands wichtig sein.

Quelle: ntv.de, rts

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