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Im bundesweiten Tagesdurchschnitt Diesel kostet laut ADAC erstmals seit Anfang März wieder weniger als 2 Euro pro Liter

11.05.2026, 13:18 Uhr
Benzinpreise-am-06-05-2026-Symbolbild-zum-Thema-steigende-Benzin-und-Dieselpreise-im-Zusammenhang-mit-internationalen-Energiepreisentwicklungen-und-geopolitischen-Spannungen-im-Iran-und-im-Nahen-Osten
(Foto: picture alliance / HMB Media)

Zum ersten Mal seit Anfang März kostet Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt wieder weniger als 2 Euro pro Liter.

Die Grenze wurde bereits am Freitag minimal mit 1,999 Euro pro Liter unterschritten, wie der ADAC mitteilt. Am Samstag und Sonntag war der Kraftstoff mit 1,985 und 1,984 Euro pro Liter noch etwas günstiger. Zuletzt war der Kraftstoff am 3. März billiger als aktuell. Auf dem Höhepunkt der Preisentwicklung rund um Ostern hatte er am 7. April 2,447 Euro gekostet.

Auch Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich über das Wochenende, wenn auch nur minimal auf 1,968 Euro pro Liter. Damit nähern sich die Preise der beiden Kraftstoffe immer weiter an. In normalen Zeiten ist Diesel billiger als E10, weil es niedriger besteuert wird. Der Dieselpreis ist allerdings deutlich krisenanfälliger - unter anderem, weil mehr von dem Kraftstoff nach Deutschland importiert wird, weswegen er E10 kurz nach Kriegsbeginn überholt hatte - ähnlich wie schon 2022 nach dem Beginn des Ukraine-Krieges.

Einen Teil zum jüngsten Diesel-Preisrückgang hat auch der seit Anfang Mai geltende "Tankrabatt" von 16,7 Cent pro Liter beigetragen. Der Dieselpreis ist derzeit - verglichen mit dem 30. April, also dem letzten Tag vor Beginn der Steuervergünstigung - um 23,1 Cent niedriger. Der Kraftstoff hat sich damit sehr viel stärker verbilligt als E10, das im Vergleich zum Wert vor dem "Tankrabatt"-Start nur um 15,8 Cent billiger ist.

Der ADAC weist darauf hin, dass der Ölpreis in den vergangenen Tagen deutlich niedriger gewesen sei als noch vor knapp einer Woche. "Entsprechend sind die nachgebenden Kraftstoffpreise eine logische Konsequenz, jedoch bei weitem nicht ausreichend", heißt es vom Verkehrsclub. E10 sei "weiterhin zu teuer, wenn auch mit leicht abnehmender Tendenz". Diesel sei "wegen der zahlreichen Sondereffekte schwieriger zu bewerten - der deutliche Preisrückgang zeigt aber, wie stark auch hier zuletzt aufgeschlagen wurde".

Quelle: ntv.de, dpa

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