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Kritik wegen hohen EnergieverbrauchEU-Staaten befürworten chemisches Recycling für Plastikflaschen

06.02.2026, 17:30 Uhr
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Zwei Männer arbeiten im Unternehmen Praktik System, das sich mit dem Recycling von Geräten, Elektroschrott und Kunststoffabfällen beschäftigt. +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: picture alliance/dpa/CTK)

Chemisches Recycling soll künftig bei der Herstellung von Plastikflaschen in der EU eine größere Rolle spielen.

Chemisches Recycling soll künftig bei der Herstellung von Plastikflaschen in der EU eine größere Rolle spielen. Eine Mehrheit der EU-Länder stimmte am Freitag dafür, das Verfahren für die Anrechnung bei der Recyclingquote zuzulassen. Umweltschutzorganisationen kritisieren dies wegen des vergleichsweise hohen Energieverbrauchs.

Nach EU-Regeln müssen Plastikflaschen mindestens 25 Prozent recyceltes Plastik enthalten. Bis 2030 soll diese Quote auf 30 Prozent steigen. Bisher konnte nur Plastik angerechnet werden, dass durch mechanische Techniken wiederaufbereitet wurde: Waschen, Zerkleinern und Umschmelzen.

Die Entscheidung vom Freitag, nun auch chemisch recyceltes Plastik anzurechnen, basiert auf einem Vorschlag der EU-Kommission. Damit will die Behörde Investitionen in der Branche fördern, die sich starkem Wettbewerb aus Asien ausgesetzt sieht. Das chemische Verfahren soll dabei helfen, schwierig zu recycelnde Verpackungen wie etwa Joghurtbecher wiederzuverwenden.

Umweltorganisationen kritisieren allerdings, dass das Verfahren, bei dem Plastik auf hohe Temperaturen erhitzt wird, energieintensiver und umweltschädlicher ist als die mechanischen Varianten.

Quelle: ntv.de, afp

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