Anstieg durch Iran-KriegEU erwartet im Winter "sehr hohe" Energiepreise

Die Europäische Union hat für den kommenden Winter vor "sehr hohen" Energiepreisen gewarnt.
"Es besteht kein Zweifel daran, dass wir auf einen Winter zugehen, der herausfordernd sein wird", sagte EU-Energiekommissar Dan Jörgensen nach einem Treffen der Energieminister in Dublin. "Wir rechnen nicht mit Problemen bei der Versorgungssicherheit, aber wir rechnen mit sehr hohen Preisen", fügte er hinzu.
Auch der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, der gemeinsam mit Jörgensen vor die Presse trat, sprach von einem "sehr schwierigen Winter".
Die Energiepreise sind infolge des Iran-Kriegs zuletzt wieder deutlich gestiegen. Die Bundesregierung beschloss deswegen, ab Oktober erneut einen Tankrabatt einzuführen. Spätestens zum 1. Januar soll zudem ein Spritpreisdeckel eingeführt werden. Zudem erwägt Berlin auch die Möglichkeit einer Direktzahlung zum Ausgleich für hohe Energiepreise an Haushalte mit geringen Einkommen.
Jörgensen sagte, Brüssel prüfe derzeit "alle Ideen, um die Regeln flexibler zu gestalten".