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Berechnungen des Ifo-InstitutsEinsparungen durch Elterngeldreform könnten geringer ausfallen als erwartet

21.10.2026, 13:47 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Die geplante Elterngeldreform könnte laut einer Studie deutlich geringere Einsparungen bringen als erhofft.

Von November 2027 bis Ende 2030 würden durch die Reform bis zu 880 Millionen weniger ausgegeben, wie aus Berechnungen der Dresdner Niederlassung des Ifo Instituts hervorgeht. Das Bundesfamilienministerium will im gleichen Zeitraum rund 1,6 Milliarden Euro sparen. Die Studie vergleicht die Kosten des Elterngelds mit und ohne Reform. Grundlage sind Daten des Statistischen Bundesamts.

Wenn anteilsmäßig mehr Väter die Leistung in Anspruch nehmen, schrumpft laut den Berechnungen die Ersparnis weiter. Grund ist, dass Väter im Schnitt mehr Elterngeld erhalten als Mütter. Bei Kindern, die 2023 geboren wurden, bezog laut Daten des Statistischen Bundesamts knapp jeder zweite Vater Elterngeld. Bleibt es dabei, würden 880 Millionen eingespart. Steigt der Anteil jedes Jahr um einen Prozentpunkt, sinkt die Ersparnis den Berechnungen zufolge auf rund 597 Millionen Euro, bei zwei Prozentpunkten auf 311 Millionen Euro. Ab einem jährlichen Plus von rund 3,1 Prozentpunkten spart der Staat gar nichts mehr.

Der Reformentwurf des Bundesfamilienministeriums sieht vor, die Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate zu verkürzen. Je drei Monate sind dann für jeden Elternteil reserviert, sechs weitere können die Partner untereinander aufteilen. Nimmt nur ein Elternteil Elternzeit, gibt es maximal neun Monate Elterngeld. Gleichzeitig soll der Mindestbetrag von 300 auf 330 Euro und der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro angehoben werden.

"Das Sparziel und das Ziel einer stärkeren Väterbeteiligung bei der geplanten Elterngeldreform stehen sich im Weg", sagt ifo-Forscherin Kyra Puteanus laut Mitteilung. "Je mehr Väter die Reform zum Elterngeld bewegt, desto weniger spart der Staat." Zuletzt wuchs der Väteranteil zwar nur um 0,2 Prozentpunkte pro Jahr. Ein schneller Anstieg sei aber nicht ausgeschlossen, wenn sonst Monate verfallen, ergänzte ifo-Forscherin Franziska Nuernbergk.

Quelle: ntv.de, dpa

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