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Britische Wetterbehörde warntEl Niño könnte so stark werden wie seit mehr als 100 Jahren nicht

21.08.2026, 13:11 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Wetterphänomen El Niño wird nach Einschätzung der britischen Wetterbehörde diesmal so stark ausfallen wie seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr und damit zu besonders schweren Extremwetter-Ereignissen beitragen.

Die Meeresoberflächentemperaturen dürften auf ein "beispielloses" Niveau ansteigen, sagte der Met-Office-Meteorologe Adam Scaife am Freitag der BBC. Dies werde in den Tropen besonders starke Auswirkungen haben, "wo wir in Regionen wie Südamerika und im Westpazifik mit wirklich schweren Dürren rechnen".

Das Wetterphänomen El Niño führt zu einer Erwärmung der Temperaturen an der Oberfläche des zentralen und östlichen Pazifiks und sorgt weltweit für Veränderungen von Wind, Luftdruck und Regenfällen. Dies verursacht in einigen Erdregionen Dürren, in anderen hingegen Überflutungen. In Mittelamerika hat der aktuelle El Niño bereits zu so starker Trockenheit geführt, dass der Schiffsverkehr durch den Panamakanal reduziert werden muss.

Ein El Niño wird ausgerufen, wenn das Wasser an der Oberfläche des tropischen Ostpazifiks 0,5 Grad Celsius wärmer ist als im langjährigen Mittel. Wie Scaife sagte, wird diesmal mit einem Temperaturanstieg um mehr als drei Grad Celsius gerechnet. "Das ist in modernen Klimaaufzeichnungen beispiellos", sagte der britische Meteorolge.

Ein El Niño tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert typischerweise zwischen neun und zwölf Monaten. Zusammen mit dem menschengemachten Klimawandel hatte der letzte El Niño dazu beigetragen, dass 2023 global das zweitheißeste und 2024 das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren.

Quelle: ntv.de, AFP

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