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TÜV-Studie zur IT-SicherheitFast jedes siebte Unternehmen in Deutschland Ziel von Hackerangriffen

11.06.2025, 11:37 Uhr
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Nur mit Hilfe des Landes können sich Kommunen angemessen gegen Hackerangriffe schützen, sagt der Gemeinde- und Städtebund. (Symbolfoto) (Foto: Sina Schuldt/dpa)

Die Gefahren für die Cybersicherheit in der deutschen Wirtschaft nehmen deutlich zu. 15 Prozent oder fast jedes siebte befragte Unternehmen berichtete von Hackerattacken, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Ipsos-Erhebung im Auftrag des TÜV.

Im Vergleich zu einer Umfrage vor zwei Jahren waren dies vier Prozentpunkte mehr. Häufigste Form der Attacke mit über 80 Prozent war sogenanntes Phishing, also das Erbeuten von Zugangsdaten zu Firmennetzen etwa durch gefälschte Mails. "Die deutsche Wirtschaft steht im Fadenkreuz staatlicher und krimineller Hacker, die sensible Daten erbeuten, Geld erpressen oder wichtige Versorgungsstrukturen sabotieren wollen", sagte TÜV-Präsident Michael Fübi.

Besorgniserregend nannte es Fübi, dass 90 Prozent der repräsentativ befragten Firmen ihre eigene Cybersicherheit als gut bewerteten. Mehr als ein Viertel gab an, dass das Thema für sie nur eine kleine oder gar keine Rolle spielt. Dabei habe sich die Bedrohungslage in den vergangenen zwei Jahren seit der letzten Umfrage noch einmal deutlich erhöht. Die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, stellte fest: "Die Studie des TÜV-Verbandes zeigt, dass auf dem Weg zur Cybernation Deutschland noch eine Menge Arbeit vor uns liegt."

Quelle: ntv.de, rts

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