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Bahnstrecke Berlin-Hannover wird saniertFernverkehr muss bis Ende 2027 Umwege von 80 Minuten fahren

10.09.2026, 13:37 Uhr
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Am 2. Oktober geht es los: Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover wird grundsaniert und voraussichtlich bis Ende 2027 für den Fernverkehr vollgesperrt.

Die Fahrtzeit auf dem wichtigen Ost-West-Korridor verlängert sich wegen nötiger Umleitungen um 80 Minuten. Für den Nahverkehr werden Busse als Ersatz eingesetzt.

Der Abschnitt gehört laut Deutscher Bahn zur "wichtigsten Verbindung zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen". Täglich fahren dort mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs sowie rund 90 Güterzüge. Nach dem Korridor Hamburg-Berlin, der bis Juni grundsaniert wurde, ist die Strecke mit 221 Kilometern die zweitlängste Achse, die im Rahmen des Konzepts der Korridorsanierung grundlegend erneuert wird.

Noch im Juni hatte die Bahn ein Konzept für die Sanierung der Strecke vorgestellt, das die Belastungen für die Fahrgäste im Fernverkehr erheblich reduzieren sollte: Zwischen Dezember 2026 und Oktober 2027 sollten die Züge zumindest in einer Fahrtrichtung auf der parallel zur Strecke verlaufenden sogenannten Lehrter Stammbahn fahren und so kaum Zeit verlieren. Doch daraus wird nichts.

Die Parallelstrecke wird derzeit noch elektrifiziert und diese Arbeiten verzögern sich. Voraussichtlich werden sie erst Ende 2027 abgeschlossen sein, die Lehrter Stammbahn steht daher nicht als Umleitstrecke zur Verfügung. Für die gesamte Zeit der Bauarbeiten - von Oktober 2026 bis Dezember 2027 - verlängert sich die Fahrt nun für alle Fernverkehrszüge erheblich.

Ab Oktober fahren Fernzüge zwischen Hannover und Berlin nicht mehr über Wolfsburg sondern über Braunschweig und Magdeburg. Insbesondere in Magdeburg gibt es daher künftig deutlich mehr Fernverkehrshalte. Die Züge zwischen Amsterdam und Berlin - drei bis vier Zugpaare pro Tag - werden über Hamburg umgeleitet, was zu einer etwa 70 Minuten längeren Fahrzeit führt.

Quelle: ntv.de, AFP

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