Unterstützung ausschließlich am SeehafenFrontex: Spanien hat für Ceuta bislang noch keine Hilfe angefordert

Tausende Migranten erreichen Ceuta – doch Spanien verzichtet bisher auf zusätzliche Hilfe von Frontex. Was die EU-Grenzschutzagentur zur Situation sagt.
Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat angesichts der Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta noch keine Bitte um Unterstützung von der Regierung in Madrid erhalten. «Frontex kann einen Mitgliedstaat unterstützen, jedoch nur auf dessen Ersuchen hin», teilte die Behörde mit. Man beobachte die Situation laufend.
Weiter hieß es in der Erklärung, derzeit würden Frontex-Beamte die spanischen Behörden ausschließlich im Seehafen von Ceuta unterstützen. Sie seien nicht an den gemeldeten Vorfällen beteiligt gewesen, die sich im Grenzgebiet von Tarajal ereignet hätten. Dieses liege außerhalb des Einsatzgebiets von Frontex.
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte am Donnerstag die Bereitschaft der EU signalisiert, Spanien unter anderem auch mit Frontex zu unterstützen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Regierung in Madrid setzt in der Exklave wegen der Krise erstmals seit 2021 wieder Militär zur Unterstützung der Grenzsicherung ein.