Kurznachrichten

Reisen als BoombrancheGlobaler Tourismusmarkt könnte bis 2040 auf 15 Billionen Dollar wachsen

25.06.2025, 13:55 Uhr
Fuer-viele-Menschen-unbezahlbar-Eine-Woche-verreisen-in-den-Sommerferien-Symbolbild
Für viele Menschen unbezahlbar: Eine Woche verreisen in den Sommerferien (Symbolbild) (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Die globale Tourismusbranche könnte sich einer Studie zufolge trotz der Konjunkturflaute in den kommenden Jahren weltweit zu einem großen Wachstumsmarkt entwickeln. Bis 2040 könnte sich das jährliche Umsatzvolumen von Freizeit- und Urlaubsreisen auf 15 Billionen Dollar verdreifachen, wie am Mittwoch eine Analyse der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) zeigt.

Dafür wurden je 400 bis 500 Reisende in elf Ländern befragt. Demnach ist Deutschland weiterhin eine der reisefreudigsten Nationen. Die Bedeutung der hiesigen Industrie für Auslandsreisen wie Reiseveranstalter, Flughäfen oder Fluggesellschaften bleibe entsprechend hoch. "Das zukünftige Wachstum der Branche wird maßgeblich von Schwellenmärkten getrieben, wobei insbesondere China, Indien und Saudi-Arabien die Entwicklung prägen."

Durch neue Zielgruppen, neue Kanäle und neue Spielregeln dürfte sich Reisen laut Studie ebenso grundlegend verändern wie das Profil der Reisenden. Millennials (Geburtsjahrgänge 1980-1995) und die Generation Z (1995-2010) dominieren nun das Nachfrageverhalten. Solo-Trips, "Workations" und sogenannte "Bleisure"-Reisen – eine Kombination aus Beruflichem und Privatem – etablieren sich demnach zunehmend. In vielen Schwellenländern planen über 70 Prozent der Befragten, ihre Geschäftsreisen um private Aufenthalte zu verlängern. In Deutschland sind es bislang nur rund 30 Prozent.

Auch das Planen und Buchen von Urlaub dürfte sich ändern. Neben den sozialen Medien, die das Reiseverhalten der jungen Zielgruppe maßgeblich beeinflussen, gewinnen nun auch von Künstlicher Intelligenz gestützte Assistenten rasant an Bedeutung - "während klassische Online-Suchmaschinen und stationäre Reisebüros deutlich an Relevanz einbüßen". Christina Mühlenbein, BCG-Expertin für Reise und Touristik, sagte, gefragt seien neben einer klaren digitalen Präsenz vor allem modulare Angebote und "hyperpersonalisierte Services". Besonders die etablierten Akteure am Reisemarkt müssten umdenken, "um nicht von neuen, digitalgetriebenen Anbietern überholt zu werden".

Quelle: ntv.de

Regionales