Auf 605 Millionen EuroGutes KI-Geschäft: Nokia verbucht Gewinnsprung

Dank starker Nachfrage im KI- und Cloud-Geschäft hat der finnische Netzwerkausrüster Nokia im dritten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt.
Der vergleichbare Betriebsgewinn stieg auf 605 (Vorjahr: 448) Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 453 Millionen Euro gerechnet. Der vergleichbare Umsatz legte um zehn Prozent auf 5,15 Milliarden Euro zu und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen. An seinem Ausblick für das Gesamtjahr hielt der Konzern fest.
Die Nachfrage von Kunden aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud habe sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickelt, hieß es. Der Umsatz mit diesen Kundengruppen sei im Jahresvergleich um 123 Prozent gestiegen, der Auftragseingang um 118 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. "Wir erwarten, dass unser kombiniertes Geschäft mit optischen und IP-Netzwerken im Jahr 2027 zwischen 25 und 30 Prozent wachsen wird", erklärte Konzernchef Justin Hotard.
Die Integration des zugekauften US-Spezialisten Infinera komme zudem schneller voran als geplant und solle bereits Ende 2026 abgeschlossen sein. "Insgesamt beschleunigt sich das Wachstum, und ich bin zuversichtlich, was den langfristigen Wert für die Aktionäre angeht." Die Nokia-Aktie hat seit Jahresbeginn 48 Prozent zugelegt.