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Tickets "nicht zerstören"Habeck warnt vor einer deutlichen Preiserhöhung beim Deutschlandticket

10.07.2024, 14:39 Uhr
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Die Energiewende wird teuer. Private Investoren könnten laut Habeck eine Lösung sein. (Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa)

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck warnt vor einer deutlichen Preiserhöhung beim Deutschlandticket. Der Grünen-Politiker sagte bei einem WAZ-Leserdialog in Essen, falls der Ticketpreis erhöht werde, sollte er nur minimal erhöht werden, sodass die Attraktion des Tickets "nicht zerstört" werde.

Das Ticket sei auch deswegen so erfolgreich, weil es günstig sei, machte Habeck deutlich. "Und das soll auch so bleiben. Das muss auch so bleiben." Man würde sonst den großen Erfolg verspielen. Habeck verwies zugleich auf knappe Kassen im Bundeshaushalt und darauf, dass die Länder im kommenden Jahr weniger Regionalisierungsmittel bekommen sollen. Mit Blick auf die im Herbst anstehenden Haushaltsverhandlungen im Bundestag sagte der Minister, es gebe Möglichkeiten, Gelder einzusparen und die Finanzierung an anderen Stellen zu erhöhen. Die Debatte beginne erst. "Vielleicht endet sie auch so, dass das 49-Euro-Ticket nicht angehoben wird." Falls der Ticketpreis erhöht werde, sollte er nur minimal erhöht werden. "Mein Tipp wäre, es wird so kommen, dass das Ticket super attraktiv bleiben wird."

Die Verkehrsministerinnen und -minister der Bundesländer kündigten auf einer Sonderkonferenz eine Erhöhung des bisher monatlich 49 Euro teuren Abos ab Januar an. Diese sei selbst dann erforderlich, wenn alle geplanten Mittel des Bundes und der Länder wie vereinbart flössen, heißt es im Beschluss der Konferenz.

Quelle: ntv.de, dpa

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