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Zitterpartie für VucicHohe Beteiligung bei Parlamentswahl in Serbien

25.10.2026, 14:05 Uhr
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Der ehemalige serbische Präsident Aleksandar Vucic gibt während der serbischen Parlamentswahlen 2026 in einem Wahllokal seine Stimme ab. (Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Bei der Parlamentswahl in Serbien hat sich am Sonntag eine hohe Beteiligung abgezeichnet.

Vor den Wahllokalen im ganzen Land bildeten sich lange Schlangen. Nach Angaben der Wahlforschungsinstitute CeSID und Ipsos lag die Beteiligung um 11.00 Uhr bei 27,3 Prozent. Dies ist fast doppelt so hoch wie bei der vorherigen Wahl 2023, als zum selben Zeitpunkt 15,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten. Die von dem langjährigen populistischen Anführer Aleksandar Vucic ausgerufene vorgezogene Wahl gilt als größte Herausforderung für seine mehr als zehnjährige Herrschaft. Erste Ergebnisse werden für den späten Abend erwartet.

Eine von Studenten angeführte Protestbewegung versucht, Vucic abzulösen. Auslöser der seit fast zwei Jahren andauernden Proteste war der Einsturz eines Bahnhofsdachs in der Stadt Novi Sad im Jahr 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Die Bewegung wirft der Regierung Korruption und einen schleichenden Autoritarismus vor und hat seitdem breite Unterstützung in der Bevölkerung gewonnen. "Ich denke, es ist Zeit für eine Veränderung", sagte die Anwältin Marija Cvjeticanin in einem Wahllokal in Belgrad. Umfragen vor der Wahl deuteten auf ein knappes Rennen hin.

Vucic, der für die Kandidatur als Ministerpräsident von seinem Präsidentenamt zurückgetreten war, verweist auf seine Erfolge bei der wirtschaftlichen Modernisierung des Landes. Er verspricht höhere Renten und Gehälter im öffentlichen Dienst. Außenpolitisch sucht er die Nähe zu China und dem traditionellen Verbündeten Russland, strebt aber gleichzeitig einen Beitritt zur Europäischen Union an. Die EU ist der größte Handelspartner Serbiens.

Quelle: ntv.de, RTS

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