"Ohne Exportbeschränkungen"Hohe Energiepreise: Macron ruft G7-Staaten zu konzentrierter Gegenmaßnahme auf

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die G7-Staaten am Freitag zu einer konzertierten Aktion gegen die hohen Energiepreise aufgerufen.
Die Staatengruppe müsse "konzertiert und ohne Exportbeschränkungen handeln", um die Kraftstoffpreise zu senken, teilte das Präsidialamt in Paris am Freitag mit. Macron habe dazu bereits mit US-Präsident Donald Trump sowie mit dem kanadischen Regierungschef Mark Carney telefoniert.
Macron werde nun "so bald wie möglich" eine Videokonferenz der G7-Staaten einberufen, kündigte sein Büro an. Neben Frankreich, den USA und Kanada gehörten der Gruppe Deutschland, Italien, Großbritannien und Japan an.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Europäer am Donnerstag aufgefordert, "umgehend" ihre strategischen Dieselreserven freizugeben, um die hohen Preise zu senken. "Unsere europäischen Partner sollten die Umsetzung ihrer bestehenden Zusagen beschleunigen und zusätzliche Lieferungen sofort verfügbar machen, um die anhaltenden Störungen zu beheben", schrieb er in Onlinenetzwerken.
Druckmittel ist offenbar ein möglicher Exportstopp für US-Diesel, für den US-Präsident Donald Trump sich zuvor ausgesprochen hatte. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic warnte die Trump-Regierung vor einem solchen Exportembargo.
"Es hätte dramatische Folgen für unsere Wirtschaftsleistung", sagte er am Rande eines G20-Treffens in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin. Nach Brüsseler Angaben kommt rund die Hälfte der europäischen Dieselimporte aus den USA – ein Exportstopp würde die Preise auch in Deutschland weiter in die Höhe treiben.