484 Millionen EuroHohe Kerosinkosten dämpfen Gewinn von Air France-KLM

Air France-KLM hat dank starker Nachfrage nach Premium-Tickets die Belastung durch gestiegene Treibstoffpreise etwas abgefedert.
Der bereinigte operative Gewinn brach im zweiten Quartal um ein Drittel auf 484 Millionen Euro ein, übertraf aber die Analystenprognose von 327 Millionen Euro. Konzernchef Benjamin Smith erklärte am Donnerstag, eine stabile Nachfrage nach Premium-Reisen insbesondere auf den asiatischen und nordamerikanischen Märkten habe zu der Entwicklung beigetragen. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zu. Wegen einer insgesamt verhaltenen Nachfrage senkte die Airline ihre Kapazitätsprognose auf ein Wachstum von zwei bis drei Prozent (zuvor drei bis fünf Prozent).
Die Luftfahrtbranche leidet derzeit unter hohen Kerosinkosten und den Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten. Air France-KLM rechnet für das Gesamtjahr 2026 nun mit Treibstoffkosten von 8,9 Milliarden Dollar, fast zwei Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.
Angesichts einer Nettoliquidität von 6,8 Milliarden Euro sieht sich die Fluggesellschaft für den möglichen Einstieg bei der portugiesischen Staatsairline TAP gut gerüstet. Am Mittwoch reichte der Konzern ein verbindliches Angebot für eine Beteiligung von 44,9 Prozent an TAP ein, machte zur Höhe jedoch keine Angaben. Air France-KLM konkurriert dabei mit der Lufthansa um die Beteiligung an der Fluggesellschaft, die über lukrative Verbindungen nach Brasilien, in die USA und nach Afrika verfügt.