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Autohersteller in der KriseIG Metall: VW-Vorstand plant Kündigung zahlreicher Tarifverträge

30.09.2026, 14:32 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Vorstand des Autobauers Volkswagen hat nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall angekündigt, zahlreiche Verträge aus dem Haustarif zu kündigen.

Die Arbeitgeberseite wolle die Kündigungen noch am Mittwoch übermitteln, erklärte IG Metall. Welche Tarifverträge genau betroffen sein sollen, war zunächst unklar. IG Metall und Betriebsrat kündigten ihren Widerstand an. Nicht betroffen ist nach Angaben von IG Metall die Beschäftigungssicherung - "in der Volkswagen AG sind also weiterhin betriebsbedingte Kündigungen bis 2031 unmöglich".

Der Konzern antwortete zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Der Verhandlungsführer der IG Metall, Thorsten Gröger, sprach von einem "üblen Foul" an der Belegschaft und von einem "schamlosen Versuch, in die Geldbeutel der Beschäftigten greifen zu wollen". Volkswagen versuche, "die wirtschaftlichen Herausforderungen des Konzerns bei denen abzuladen, die das Unternehmen jeden Tag am Laufen halten". Die Gewerkschaft werde es "nicht hinnehmen", dass "unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden" sollten.

Vertreterinnen und Vertreter von IG Metall, Betriebsrat und VW-Management hatten sich am Mittwoch in Hannover zu einem sogenannten Überprüfungsgespräch getroffen. Nachdem der Konzernvorstand seinen verschärften Sparkurs vorgestellt hatte, beriefen sich die Arbeitnehmervertreter Mitte September auf eine Klausel des Tarifvertrags von 2024 und erzwangen so das Gespräch. VW steckt wie andere deutsche Autobauer derzeit in einer tiefen Krise.

Quelle: ntv.de, AFP

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