Anstieg auf 5,5 PunkteIfo-Geschäftsklimaindex: Deutsche Chemieunternehmen insgesamt weiter optimistisch

Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie hat sich laut Umfrage des Ifo-Instituts weiter verbessert.
Der Geschäftsklimaindex der Branche stieg von minus 2,6 Punkten im August auf 5,5 Punkte im September, wie das Ifo in München mitteilte. Getragen werde die Erholung von den Exporten und von Aufträgen aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Auch die höheren Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur wirken sich demnach über die entsprechenden Vorleistungskäufe positiv aus.
Es ist der zweite Anstieg in Folge – im August hatte sich der Geschäftsklimaindex um mehr als 20 Punkte verbessert. "Kunden im In- und Ausland stocken ihre Lager weiter auf und nehmen dafür höhere Preise in Kauf", erläuterte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.
Den Auftragsbestand schätzen die Unternehmen laut Umfrage allerdings immer noch als sehr niedrig ein. Außerdem bleibe die Ertragslage angesichts des hohen Kostenniveaus "angespannt".
Die Unternehmen planten daher weiteren Personalabbau, erklärte Wolf. "Die Erholung ist fragil, da die verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit auf temporären Faktoren, darunter Produktionsausfällen und Lieferkettenstörungen in der Golfregion, beruht. Die Standortnachteile bleiben, der Stellenabbau geht weiter."