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USA als deutlich fortschrittlicherIfo: Innovationskraft in Deutschland nicht produktiv genug

23.10.2026, 11:27 Uhr
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(Foto: IMAGO/Westend61)

Die Innovationskraft in Europa schlägt sich laut einer Untersuchung des Ifo-Instituts in München noch nicht genug in wirtschaftlichem Erfolg nieder.

"Wir müssen Fördermittel dorthin lenken, wo aus Forschungsergebnissen in Europa marktfähige Innovationen entstehen können", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Freitag. Derzeit profitiere die US-Wirtschaft noch zu oft von europäischer Spitzenforschung, da deren Ergebnisse überproportional häufig in Patente von US-Start-ups einflössen.

Aktuell kommen nur etwa ein bis zwei Prozent des Budgets des Europäische Forschungsrats(ERC)der Weiterentwicklung neuer Forschungsideen zugute, wie Fuest und 50 weitere Wissenschaftler in einem Beitrag für die englischsprachige Fachzeitschrift "Science" schreiben. Generell seien die Fördersummen in Europa deutlich niedriger als in den USA. Demnach verfügen die EU-Programme zur Frühphasenförderung zusammen über nur rund 500 Millionen Euro. Dagegen stünden den US-Forschungsagenturen mehr als sieben Milliarden Euro zur Verfügung.

In dem "Science"-Beitrag fordern die Wissenschaftler daher eine Umschichtung von EU-Fördergeldern. Mittel aus Programmen mit nur begrenztem Innovationspotenzial sollten eher "potenziellen Sprunginnovationen" zugutekommen. Außerdem sollen die Mitgliedstaaten Projekte mitfinanzieren, die EU-weit als exzellent bewertet, aus Budgetgründen aber nicht gefördert wurden. Die Autoren fordern darüber hinaus effizientere und unbürokratischere Prozesse in der Forschungsförderung.

Quelle: ntv.de, AFP

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