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Knapp die Hälfte der BefragtenIfo-Studie: Viele Unternehmen stehen Teilkrankschreibung kritisch gegenüber

04.08.2026, 13:50 Uhr
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Fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland hält die künftige Möglichkeit zur Teilkrankschreibung einer Umfrage zufolge nicht für sinnvoll.

Nur etwa jedes vierte Unternehmen fände es hilfreich, wenn sich Beschäftigte künftig auch teilweise krankmelden und so in geringerem Umfang arbeiten könnten, erklärte das Ifo-Institut in München in Berufung auf eine Personalleiterbefragung mit Randstad. Weitere 25 Prozent der Unternehmen stünden der Neuerung neutral gegenüber.

"Die meisten Unternehmen befürchten eine schwierige Abgrenzung zwischen arbeitsfähig und arbeitsunfähig", erklärte Ifo-Forscher Jonas Hennrich. "Außerdem erwarten sie einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand." Die Hälfte der Unternehmen rechnet den Angaben nach nicht mit "wesentlichen positiven" Auswirkungen.

Je ein Drittel erhoffe sich durch die Teilkrankschreibung kürzere Fehlzeiten oder eine schnellere Rückkehr von erkrankten Beschäftigten, wie aus der Befragung weiter hervorging. 21 Prozent der Firmen halten es für möglich, dass erkrankte Fachkräfte trotz ihrer gesundheitlichen Herausforderungen länger arbeiten und zwölf Prozent halten mit dem Instrument eine flexiblere Personalplanung für möglich.

Für eine Teilkrankschreibung können Ärzte künftig bei einer länger andauernden Erkrankung eines Beschäftigten eine teilweise Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 25, 50 oder 75 Prozent der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit feststellen. Dementsprechend können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Regelung sieht die Zustimmung von Arbeitgeber und Versicherten vor.

Quelle: ntv.de, AFP

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