Unternehmen bremsen InvestitionenIfo: Wirtschaftskrise lässt Investitionserwartungen im November abstürzen

Die Wirtschaftskrise schlägt auf die Investitionspläne der Unternehmen durch.
Der vom Münchner Ifo-Institut halbjährlich erhobene Index der Investitionserwartungen fiel im November um 11,6 auf minus 9,2 Punkte. Das bedeutet, dass der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionen senken wollen, um 9,2 Prozentpunkte größer ist, als der Anteil derer, die Investitionen ausweiten wollen.
"Der tiefgreifende Strukturwandel und die mangelnde Attraktivität des Standorts Deutschland bremsen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen", sagt Ifo-Expertin Lara Zarges. "Die anhaltende Unsicherheit über wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen verstärkt die Investitionszurückhaltung zusätzlich."
Für 2026 sind die Unternehmen etwas weniger zurückhaltend. Hier liegt der Saldo nur noch bei minus 3,1 Punkten. Die Unternehmen, die kürzen wollen, überwiegen also weiter - wenn auch nicht mehr so deutlich. Hier könnte laut Zarges aber auch eine Rolle spielen, dass die Unternehmen beim Blick ins neue Jahr erfahrungsgemäß oft etwas optimistischer sind.