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Anstieg auf 3,8 ProzentInflation im Euro-Raum übertrifft Schätzungen

02.10.2026, 11:27 Uhr
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Die hohen Energiepreise haben die Inflationsrate im Euro-Raum auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben.

Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,8 Prozent, nach 3,2 Prozent im August, wie das EU-Statistikamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Wert von 3,6 Prozent gerechnet. Energie verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,8 Prozent.

Im August hatte die Steigerungsrate bei 14,3 Prozent gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte sich aus Sicht der Finanzmärkte bis zum Jahresende mit einer weiteren Zinserhöhung gegen den Preisauftrieb in der Euro-Zone stemmen.

Sie hatte bereits im Juni und September auf den Inflationsschub infolge des anhaltenden Iran-Krieges reagiert und den Leitzins auf aktuell 2,50 Prozent angehoben. Die EZB rechnet damit, dass die Gesamtinflation noch bis in die erste Jahreshälfte 2027 deutlich über dem Zielwert der Notenbank von 2,0 Prozent bleiben wird. Sie will vermeiden, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge nachhaltig verändert: Denn die vom Iran-Krieg angeheizten hohen Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen bergen die Gefahr, dass sich Löhne und Preise gegenseitig hochschaukeln und sich die Inflation so festsetzt.

EZB-Direktorin Isabel Schnabel betonte jüngst, dass man nicht abwarten könne, bis diese Effekte tatsächlich einträten.

Es gelte zu beurteilen, wie sich Schocks auf die zugrunde liegende Inflation übertrügen, und die Geldpolitik entsprechend auszurichten. Die Zentralbank achtet dabei insbesondere auf die sogenannte Kernrate, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel ausgeklammert werden. Diese Rate stieg im September auf 2,5 Prozent, nach 2,4 Prozent im Vormonat.

Quelle: ntv.de, rts

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