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EU-Kommission entscheidet im OktoberInsider: Zugeständnisse von JD.com bei Kauf von Ceconomy stoßen auf Kritik

10.09.2026, 19:24 Uhr
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Archivbild (Foto: Armin Weigel/dpa)

Die Zugeständnisse des chinesischen Online-Händlers JD.com für die geplante Übernahme der Düsseldorfer Ceconomy mit ihren Elektronik-Märkten MediaMarkt und Saturn stoßen Insidern zufolge bei Wettbewerbern auf Kritik.

Die Zugeständnisse des chinesischen Online-Händlers JD.com für die geplante Übernahme der Düsseldorfer Ceconomy mit ihren Elektronik-Märkten MediaMarkt und Saturn stoßen Insidern zufolge bei Wettbewerbern auf Kritik. Die EU-Kommission habe JD.com demnach Anfang der Woche über die negativen Rückmeldungen zu den im vergangenen Monat unterbreiteten Vorschlägen informiert, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Damit dürfte der Druck auf den Konzern aus Peking steigen, seine Zugeständnisse nachzubessern. Die EU-Kommission, die bis zum 23. Oktober über den Deal entscheiden wird, und JD.com lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter untersuchen derzeit, ob JD.com die Übernahme mithilfe von Subventionen der Volksrepublik stemmt. Eine vorläufige Prüfung der Kommission im Mai hatte ergeben, dass JD.com durch Vorzugsfinanzierungen, Steueranreize und Zuschüsse aus China unfaire Vorteile erhalten haben könnte. Um die Bedenken auszuräumen, hatte der Online-Händler Insidern zufolge angeboten, Ceconomy zu marktüblichen Konditionen Zugang zu seiner europäischen Logistik- und Technologie-Infrastruktur zu gewähren. Auch kleinere Rivalen würden Zugang unter fairen und diskriminierungsfreien Konditionen erhalten.

JD.com würde durch die Übernahme Zugriff auf große Online-Shops sowie über 1000 Filialen erhalten und könnte dann im Wettbewerb mit Alibaba oder Amazon das Europageschäft ausbauen. Ceconomy beschäftigt rund 48.000 Menschen, etwa 17.000 davon in Deutschland. JD.com will die Düsseldorfer Holding im Fall einer genehmigten Übernahme zudem von der Börse nehmen. Ceconomy wird bei der Transaktion mit rund 2,2 Milliarden Euro bewertet.

Quelle: ntv.de, afp

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