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SI und DI werden aufgelöstInsider verrät: Siemens vor nächstem Umbau

30.03.2026, 15:56 Uhr
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Logo von Siemens. (Foto: REUTERS)

Der Münchner Technologiekonzern Siemens will seine beiden Großsparten Automatisierungs- und Infrastrukturtechnik einem Insider zufolge zerschlagen und die Zuständigkeiten im Vorstand entsprechend ändern.

Die Pläne seien Teil der Strategie einer "One Tech Company", mit der Vorstandschef Roland Busch die "Silo-Strukturen" im Konzern aufbrechen will. An die Stelle der Sparten Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI) sollen sechs oder sieben kleinere Bereiche treten, die direkt an den Vorstand berichten, wie eine mit den Überlegungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Montag sagte. Das "Handelsblatt" hatte vorher darüber berichtet. Siemens wollte sich dazu nicht äußern.

Das Vorhaben müsse aber noch im Aufsichtsrat und mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden, was im Mai zu erwarten sei, sagte der Insider. Der genaue Zuschnitt sei noch unklar. DI wird derzeit von Vorstandsmitglied Cedrik Neike geführt, die Verantwortung für SI soll ab Juli Technik- und Strategie-Chef Peter Körte zusätzlich übernehmen. Der bisher für SI zuständige Vorstand Matthias Rebellius geht dann in den Ruhestand. Im Zuge des Umbaus könnten aber die Aufgaben von Körte und Neike neu verteilt werden. Körte steht für die KI-Strategie von Siemens, Neike gilt eher als Vertriebsspezialist.

Von dem Umbau unberührt bleiben soll die Zugtechnik-Sparte Mobility, deren Chef Michael Peter nicht im Siemens-Vorstand sitzt. Überlegungen, SI und DI zusammenzulegen, seien wieder verworfen worden, sagte der Insider. DI besteht derzeit aus den vier Bereichen Fabrikautomatisierung, Motion Control, Prozessautomatisierung und Software, SI aus der Gebäudetechnik, dem Energiemanagement und elektronischen Produkten. Busch will unter dem Schlagwort "One Tech Company" erreichen, dass die Sparten enger verzahnt werden und grundlegende Entwicklungen nur noch einmal im Konzern vorangetrieben werden, um Doppelarbeiten und Parallelstrukturen zu verhindern.

Quelle: ntv.de, RTS

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