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DIHK sieht TrendInteresse an Firmengründungen steigt – auch aus Job-Sorge

05.08.2026, 12:31 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Interesse an der Gründung eines eigenen Unternehmens ist laut Deutscher Industrie- und Handelskammer (DIHK) zuletzt gestiegen - getrieben allerdings auch von der Sorge vieler Menschen um ihre berufliche Zukunft.

"Fast vier von zehn Interessierten wollen in erster Linie gründen, weil sie angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Transformation in vielen Branchen um ihren Arbeitsplatz fürchten", erklärte DIHK-Präsident Peter Adrian.

Laut dem von der DIHK am Mittwoch veröffentlichten Gründungsreport verzeichneten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im vergangenen Jahr bundesweit mehr Menschen als im Vorjahr, die sich zu einer Gründung informieren und beraten ließen. Nach rund 151.000 im Jahr 2024 waren es 2025 mit gut 171.000 über 20.000 mehr.

Zugleich hob die DIHK hervor, dass der Anteil derjenigen, die sich bei den Industrie- und Handelskammern "vornehmlich aus Mangel an Erwerbsalternativen" zu einer Gründung beraten ließen, mit 36 Prozent den höchsten Wert seit elf Jahren erreichte. "Vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit, unsicherer Beschäftigungsperspektiven und zunehmender Insolvenzen gewinnt die Selbstständigkeit für viele die Funktion einer Ausweich- und Sicherungsstrategie", heißt es im Report. Dieser zeige "zwar ein steigendes Gründungsinteresse, aber keinen breiten unternehmerischen Aufbruch", resümierte Adrian.

Der DIHK zufolge zeigt sich über die Jahre ein Muster, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Deutschland häufiger gegründet wird, "während in guten Zeiten mehr Menschen eine abhängige Beschäftigung bevorzugen". Insbesondere in den stärker industriegeprägten Regionen beobachteten die IHKs demnach "vermehrt Gründungen infolge aktueller Transformationsprozesse". Beschäftigte wechselten "aus industriellen Wertschöpfungsketten in häufig kleinteilige Dienstleistungsangebote".

Quelle: ntv.de, AFP

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