Vollständige Souveränität ?Irak sieht US-Truppenabzug als Beginn einer "neuen Phase"

Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi hat den vollständigen Abzug der von den USA angeführten Militärkoalition aus dem Irak als Beginn einer neuen Phase für das Land bezeichnet.
Die internationale Koalition habe ihre Mission im Irak beendet und ihre Truppen vollständig auf dem Land-, Luft- und Seeweg abgezogen, sagte der Ministerpräsident, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ina berichtete. Damit sei die vollständige Souveränität des Iraks erreicht.
Das US-Militär war am Mittwoch vollständig aus dem Irak abgezogen. Damit endete eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Land im Nahen Osten, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft wurden.
Der 1. Oktober markiere zugleich den Beginn eines "Fahrplans zur Beendigung der Waffen außerhalb staatlicher Kontrolle", sagte al-Saidi. Ein entsprechender Plan mit vereinbarten Fristen solle spätestens bis zum 30. Juni 2027 umgesetzt werden.
Eigentlich sollten die mächtigen, mit dem Iran verbündeten Milizen im Land parallel zum US-Truppenabzug entwaffnet und in den staatlichen Sicherheitsapparat eingegliedert werden. Die mächtigsten Milizen im Land lehnen eine Entwaffnung bisher ab. Wird der Schritt gewaltsam umgesetzt, könnte dies eine neue Phase schwerer Gewalt zwischen den Gruppierungen auslösen.