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Streit vor ParlamentswahlIsraels Verteidigungsminister dementiert Streit zwischen Netanjahu und Armeechef über Iran-Krieg

26.10.2026, 11:21 Uhr
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(Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa)

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat einen Fernsehbericht über einen Streit zwischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Armeechef Ejal Samir im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg dementiert.

"Die Berichte über Differenzen zwischen der politischen Führung und der IDF (Armee) in der Iran-Frage sind völlig unbegründet und falsch", erklärte Katz am Montag im Onlinedienst X. Es gebe eine "vollständige" Abstimmung zwischen beiden Seiten", betonte der Verteidigungsminister.

Der Sender Channel 12 hatte am Sonntag unter Verweis auf nicht genannte Quellen berichtet, dass es zwischen Netanjahu und Samir eine Auseinandersetzung über eine nicht näher bezeichnete neue Weisung gegeben habe. Kreisen zufolge ging es dabei um Befürchtungen innerhalb der Armee, der Krieg könnte für politische Zwecke instrumentalisiert werden. Netanjahu bezeichnete den Bericht in einem Fernsehauftritt als "Unsinn".

In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Netanjahu tritt erneut als Spitzenkandidat seiner Likud-Partei an. Es wird ein enges Rennen erwartet. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Israel und die USA könnten vor der Wahl den Iran erneut angreifen.

Katz erklärte, der Bericht sei ein Versuch, am Vorabend der Wahl Zweifel am Urteilsvermögen des Netanjahu-Blocks zu säen. Es sei "eindeutig, dass es keinerlei Absicht seitens Israels gebe, vor den Wahlen einen Angriff auf den Iran zu starten", betonte Katz.

Oppositionsführer Jair Lapid hatte Netanjahu am Samstag unter Verweis auf den Fernsehbericht vorgeworfen, die Abstimmung durch Angriffe auf den Iran hinauszögern zu wollen. "Dieser Mann hat die Bodenhaftung verloren. Wir müssen ihn unbedingt nach Hause schicken", fügte er auf X hinzu.

Netanjahu hatte im Wahlkampf stark auf seine sicherheitspolitische Erfahrung gesetzt und argumentiert, dass nur er im Amt des Regierungschefs im Stande sei, den US-israelischen Krieg gegen den Iran zu Ende zu bringen.

Ex-Generalstabschef Gadi Eisenkot, Netanjahus Hauptrivale bei der Wahl in Israel, hatte dem Regierungschef vorgeworfen, den Krieg politisch auszuschlachten und die Bedrohung durch den Iran aufzubauschen, wenn es ihm passt. Zugleich habe Netanjahu seine Kriegsziele nicht erreicht, kritisierte Eisenkot.

Quelle: ntv.de, AFP

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