Druck durch chinesische KonkurrenzJaguar Land Rover will bis 2028 fast jeden zehnten Arbeitsplatz abbauen

Der britische Automobilhersteller Jaguar Land Rover (JLR) will angesichts des wachsenden Drucks durch chinesische Konkurrenz und höhere Zölle bis 2028 fast jeden zehnten Arbeitsplatz abbauen.
Der britische Automobilhersteller Jaguar Land Rover (JLR) will angesichts des wachsenden Drucks durch chinesische Konkurrenz und höhere Zölle bis 2028 fast jeden zehnten Arbeitsplatz abbauen. Durch ein Programm für freiwilliges Ausscheiden sollen weltweit rund 4000 Stellen wegfallen, wie die Tochtergesellschaft des indischen Konzerns Tata Motors am Montag mitteilte. Die Option gilt vor allem für 26.000 Angestellte und Führungskräfte bei JLR.
Mit dem Sanierungsplan strebt das Unternehmen Einsparungen von 1,7 Milliarden Pfund (knapp zwei Milliarden Euro) an. Zudem soll die Gewinnschwelle auf rund 300.000 Fahrzeuge gesenkt werden. JLR beschäftigt weltweit etwa 43.000 Menschen, davon 34.000 in Großbritannien. Wo genau die Stellen gestrichen werden, ließ das Unternehmen zunächst offen.
Die Automobilindustrie steht weltweit unter erheblichem Druck durch die Konkurrenz aus China und drohende Zölle. Erst in der vergangenen Woche hatte der Autobauer Volkswagen Pläne für den Abbau von weiteren 50.000 Arbeitsplätzen weltweit genehmigt. JLR leidet zudem noch unter den Folgen eines schweren Cyberangriffs im Jahr 2025, der zu einem längeren Produktionsstopp führte. "Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen durch den technologischen Wandel inmitten eines intensiven Wettbewerbs und anhaltender geopolitischer Unsicherheit", erklärte JLR-Chef PB Balaji. Trotz der Sparmaßnahmen plant das Unternehmen, in den nächsten zwölf Monaten fünf neue Produkte auf den Markt zu bringen und in den kommenden fünf Jahren bis zu 18 Milliarden Pfund in die Elektromobilität und digitale Technologien zu investieren.