Kämpfer unterstützen RusslandJemenitische Söldner im Ukraine-Krieg im Einsatz

Söldner aus dem Jemen kämpfen nach Angaben einer Schweizer Nichtregierungsorganisation an der Seite russischer Soldaten gegen die Ukraine. Die Verträge zwischen den oft mittellosen Männern und der russischen Armee liefen über eine im Oman ansässige Firma, teilte Lou Osborn von der Rechercheorganisation Inpact am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit.
Die Firma stehe mit Abdul-Wali Abdo Hassan Al-Dschabri in Verbindung, einem jemenitischen Abgeordneten auf Seiten der Huthi-Miliz. "Er ist in den Waffenhandel zwischen Russland und den Huthis verwickelt", erläuterte Osborn und bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times" vom Wochenende.
Einige Kämpfer würden in Restaurants in Amman rekrutiert, wo sie arbeiten, fügte Osborn hinzu. Die Männer hätten keinerlei militärische Erfahrung. "Man verspricht ihnen anfangs 10.000 Dollar und dann 2500 Dollar pro Monat. Aber wenn sie ankommen, werden sie von der russischen Armee empfangen und erhalten 260 Dollar pro Monat." Demnach handelt es sich um einige hundert Menschen.
Die Kämpfer würden durch das Sultanat Oman geleitet, bevor sie nach Russland geschickt werden, erläuterte Osborn weiter. Inpact habe keine weiteren Informationen darüber, ob die Männer vor der Entsendung an die Front ausgebildet werden und wie die Sprachübersetzung gehandhabt wird.
Die Huthi-Miliz im Jemen antwortete zunächst nicht auf eine entsprechende AFP-Anfrage.
Ein ukrainischer Diplomat räumte ein: "Wir haben keine Beweise." Die Russen würden allerdings "keine Grenzen" kennen.