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Nach ErdbebenKaffee-Exporte aus Kolumbien beeinträchtigt

12.08.2026, 20:05 Uhr
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Symbolbild.

Nach dem verheerenden Erdbeben in Kolumbien sind die Kaffee-Exporte über den wichtigen Pazifikhafen Buenaventura ausgesetzt worden.

Grund seien Inspektionen der Infrastruktur sowie Straßenschäden, teilte der nationale Verband der Kaffeebauern am Mittwoch mit. Über die Häfen an der Karibikküste hingegen laufe die Ausfuhr ohne Unterbrechung weiter. Auch der Agrarrohstoffhändler Sucafina berichtete von starken Einschränkungen beim Transport in der wichtigsten Anbauregion des Landes. Das Unternehmen suche nach alternativen Routen, um die Lieferungen aufrechtzuerhalten. Sucafina beliefert viele Kaffeeröster in den USA, dem Hauptabnehmer der hochwertigen kolumbianischen Arabica-Bohnen.

Der Kaffeebauernverband erfasst nach Angaben seines Chefs German Bahamon gemeinsam mit seinen Mitgliedern die Schäden an den Plantagen und der Infrastruktur. Kolumbien ist nach Brasilien und Vietnam der drittgrößte Kaffeeproduzent der Welt und der führende Anbieter von gewaschenem Arabica-Kaffee. Mit rund 840.000 Hektar Anbaufläche kommt das Land auf eine Produktionskapazität von jährlich 14 Millionen 60-Kilo-Säcken.

Das Beben der Stärke 7,4 hatte am Montag das Zentrum des kolumbianischen Kaffeeanbaus erschüttert. Es gilt als das schwerste in dem südamerikanischen Land in diesem Jahrhundert. Bei der Naturkatastrophe kamen nach bisherigen Schätzungen mehr als 250 Menschen ums Leben, Tausende wurden obdachlos. Die Bergungsarbeiten und der Verkehr in der Region werden durch Stromausfälle, blockierte Fernstraßen und geschlossene Flughäfen erschwert.

Quelle: ntv.de, RTS

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