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Neue PIK-StudieKlimawandel könnte Zerstörung durch Waldbrände in Europa deutlich verschärfen

20.08.2026, 11:14 Uhr
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(Foto: Kevin Schößler/dpa)

Das Ausmaß der Zerstörung durch Waldbrände könnte sich in Europa einer Studie zufolge wegen des Klimawandels in den kommenden Jahrzehnten nahezu verdreifachen.

Laut der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) würden bei einem Szenario mit geringen Treibhausgasemissionen und einem globalen Temperaturanstieg um etwa 1,8 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts rund 39 Prozent mehr Flächen durch Waldbrände zerstört als heute.

Bei einem Szenario mit hohen Treibhausgasemissionen und einem Temperaturanstieg um etwa 3,6 Grad ergeben die Berechnungen der Experten allerdings einen Anstieg um etwa 192 Prozent, also fast eine Verdreifachung der zerstörten Flächen. Zusätzlich zu einer Minderung der klimaschädlichen Emissionen nennen die Studienautoren "Verbesserungen bei Prävention, Früherkennung und Brandbekämpfung" als Schlüsselfaktoren, um das Ausmaß künftiger Waldbrände einzudämmen.

"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die verbrannte Fläche selbst bei einer vergleichsweise geringen Erwärmung um etwa 1,8 Grad Celsius deutlich zunehmen könnte", erklärte PIK-Forscher Maik Billing, Leitautor der im Fachblatt "Global Change Biology" veröffentlichten Studie. "Wenn wir jedoch mehr Emissionen verursachen und die globalen Temperaturen um etwa 3,6 Grad Celsius steigen, werden Brände wesentlich häufiger auftreten, insbesondere im Mittelmeerraum sowie in weiten Teilen West- und Mitteleuropas, einschließlich Gebieten, in denen es bisher kaum Brände gab."

Außer Klimaschutzmaßnahmen nahmen die Studienautoren auch Maßnahmen zur Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Bränden auf einer sich erwärmenden Erde unter die Lupe. Expertinnen und Experten der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung errechneten für die Studie, dass kontinuierliche Verbesserungen im Brandmanagement die Brandfläche in einem 1,8-Grad-Szenario um 92 Prozent verringern und bei einem Temperaturanstieg um etwa 3,6 Grad immerhin um 72 Prozent verringern könnten. Die Autorinnen und Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit des Brandmanagements in einem deutlich wärmeren Klima möglicherweise zu optimistisch ausfallen.

Quelle: ntv.de, AFP

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