Kritik an Spaniens HaltungSpaniens Weigerung die USA zu unterstützen sorgt im In- und Ausland für Irritationen

Die Weigerung Spaniens, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen, sorgt im In- und Ausland für Irritationen.
Scharfe Kritik kam aus den USA und Israel. "Die derzeitige Regierung in Spanien entwickelt sich offenbar zum Paradebeispiel einer jämmerlich schwachen europäischen Führung, die moralisch vom Weg abgekommen ist", schrieb der einflussreiche republikanische US-Senator Lindsey Graham auf X.
Graham reagierte damit auf die Entscheidung der linksgerichteten Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón in Andalusien für die Angriffe auf den Iran zu untersagen. Die Geschichte werde daran erinnern, wo Spanien gestanden habe, als die USA und andere versucht hätten, "das blutrünstigste Regime seit dem Zweiten Weltkrieg zu stürzen", so der enge Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.
Israels Außenminister Gideon Saar schrieb auf X: "Zuerst dankte die Hamas Sánchez. Dann dankten die Huthi Sánchez. Jetzt dankt der Iran Sánchez. Soll das etwa das sein, was man "auf der richtigen Seite der Geschichte stehen" nennt?"
Die Basen im Süden des Landes werden seit Jahrzehnten gemeinsam von Spanien und den USA genutzt. Man stelle diese Stützpunkte für die aktuellen Schläge gegen den Iran "auf keinen Fall" zur Verfügung und werde das auch in Zukunft nicht tun, sagte Verteidigungsministerin Margarita Robles.
"Es stimmt, dass es ein Abkommen mit den USA gibt. Aber wir sind der Auffassung, dass dieses Abkommen im Rahmen der internationalen Rechtsordnung angewendet werden muss", betonte Robles vor Journalisten. "Derzeit führen die Streitkräfte Israels und der USA Operationen durch, die einseitig erfolgen und nicht durch eine internationale Resolution gedeckt sind."